Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Komplizierter Sehfehler und LASIK
Ist eine Laser-Operation nach einer Hornhautoperation oder
bei Hornhautnarben möglich?
Kann man LASIK bei bestehendem Keratokonus einsetzen?
Kann eine Schwachsichtigkeit (z.B. durch Schielen) mit Laser
korrigiert werden?
Hat die alz augenklinik Erfahrung mit "schwierigen Fällen"?
LASIK nach perforierender Keratoplastik
Operative Hilfe bei Keratokonus mit intracornealen Ringsegmenten
(ICRS)
PTK bei Narben und rezidivierenden Erosionen
Ist eine Laser-Operation nach einer Hornhautoperation
oder bei Hornhautnarben möglich?
Ja! Nach einer Hornhaut-Transplantation (Keratoplastik) ist es möglich,
durch eine LASIK-Behandlung die eventuell entstandene Hornhautverkrümmung
wieder weitestgehend zu korrigieren.
Hornhautnarben können auch durch eine Laser-Behandlung entfernt werden.
Diese bezeichnet man dann als PTK (phototherapeutische Keratektomie),
hier findet der Laser-Abtrag direkt auf der Hornhautvorderfläche
statt. Auch bei immer wiederkehrenden Schäden im Hornhautepithel
("rezidivierende Erosionen") zeigt die PTK zur Heilungsstimulans
sehr gute Wirkung.
Kann man LASIK bei bestehendem Keratokonus einsetzen?
Nein! Grundsätzlich sollte man eine LASIK-Behandlung nur
am gesunden Auge durchführen. Besteht eine Augenerkrankung, muss
diese erst behandelt und kuriert werden. Erst danach kann man bei einer
genauen Voruntersuchung entscheiden, ob man bedenkenlos eine LASIK-Behandlung
empfehlen kann. Bei einem Keratokonus ist eine LASIK nicht ratsam, da
man die bei diesem Krankheitsbild verdünnte Hornhaut nicht noch weiter
schwächen sollte.
Es gibt jedoch die Möglichkeit, bei einem Keratokonus Kunststoffringe
in die Hornhaut zu implantieren (ICRS).
Ob diese Alternative für Sie sinnvoll ist, kann bei der ausführlichen
Voruntersuchung festgestellt werden. Seit 1999 nimmt die alz augenklinik
münchen dazu an einer europäischen Multicenter-Studie teil.
Wir implantieren ICR-Segmente in die Hornhautschichten über dem Keratokonus.
Damit verfolgen wir folgende Ziele:
- den Keratokonus zu stabilisieren
- eine Verschlechterung des Keratokonus zu verhindern
- die vorhandene Hornhautverkrümmung wesentlich zu reduzieren/ regularisieren
und damit eine Brillenkorrektur der Hornhautverkrümmung wieder zu
ermöglichen.
Dieses Ziel konnten wir in der Mehrzahl der so behandelten Patienten erreichen.
Seit Anfang 2005 kommt an unserer Klinik bei dieser Operation auch der
Femtosekundenlaser zum
Einsatz. Mehr...
Kann eine Schwachsichtigkeit (z.B. durch Schielen)
mit Laser korrigiert werden?
Nein! Eine Amblyopie (Schwachsichtigkeit) bedeutet meist, dass
während des Wachstums der Sehnerv nicht vollständig ausgebildet
wurde. Zwar kann man durch eine entsprechende Operation (Femto-LASIK/LASIK
oder auch ICL) die Sehschwäche vielleicht etwas optimieren, es darf
aber nicht erwartet werden, dadurch die volle Sehfähigkeit von 100%
eines normalsichtigen Auges zu erreichen. Maximal kann nur das erreicht
werden, was der Sehnerv noch in der Lage ist, an unser Sehzentrum im Gehirn
weiterzuleiten.
Hat die alz augenklinik Erfahrung mit "schwierigen
Fällen"?
Ja! Patienten fragen uns immer wieder, was getan werden kann,
...
- wenn ein Keratokonus nicht mehr mit Kontaktlinsen zu behandeln
ist
- wenn irreguläre Astigmatismen das Sehen beeintraechtigen
- bei angeborenen hohen Astigmatismen oder hohen Astigmatismen
nach Augenoperationen (z.B. perforierender Keratoplastik)
- bei funktioneller Einäugigkeit (z.B. Schwachsichtigkeit
durch Schielen)
- bei Hornhautnarben
- wenn eine Dezentrierung vorliegt oder man postoperativ nach
einer
Augenlaser-Operation unzufrieden ist
Durch die große Erfahrung unserer Ärzte sind wir in der alz
augenklinik münchen in der Lage, Ihnen auch bei sehr komplexen Sehfehlern
zu helfen. Hier stellen wir Ihnen einige Verfahren vor, die wir bei unseren
Patienten mit komplizierter Ausgangssituation verwenden:
LASIK nach perforierender Keratoplastik
Nach einer Hornhauttransplantation (Keratoplastik) leiden viele
Patienten
unter hohen und nicht immer regulären Astigmatismen.
Hier setzen wir mit sehr großem Erfolg die LASIK ein, um diese Effekte
zumindest zu reduzieren, wenn nicht gar ganz zu eliminieren.
Operative Hilfe bei Keratokonus mit intracornealen
Ringsegmenten (ICRS)
Wer an einem Keratokonus leidet, hat folgendes Problem:
Die Hornhaut wird mit der Zeit partiell immer dünner. Durch den natürlichen
Augeninnendruck wölbt sich die Hornhaut nun an der dünnsten
Stelle kegelförmig vor (Keratokonus). Die damit einhergehenden irreguläre
Hornhautverkrümmungen wird immer stärker. Wenn diese Hornhautverkrümmung
nicht mehr mit harten Kontaktlinsen
korrigiert werden kann, bleibt nur noch die Hornhauttransplantation, um
diese Krankheit zu bewältigen.
Als Alternative gibt es die Möglichkeit, bei einem Keratokonus Kunststoffringsegmente
(ICRS) in
die Hornhaut zu implantieren. Seit Anfang 2005 kommt an unserer Klinik
bei dieser Operation auch der Femtosekundenlaser
zum Einsatz. Mehr...
PTK bei Narben und rezidivierenden Erosionen
Die PTK - phototherapeutische Keratektomie - ist die therapeutische
Anwendung der PRK.
Mit der PTK können oberflächliche Narben oder Trübungen
der Hornhaut sehr gut entfernt werden. Auch bei der Heilung rezidivierender
(immer wieder auftretender) Erosionen des Hornhautepithels zeigt die PTK
sehr gute Wirkung.
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