Alternativen zur LASIK: Hornhaut- und Linsenimplantate, Linsenaustausch
 
 
 
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Intrastromale Ringsegmente: Querschnitt durch die Hornhaut

Intrastromale Ringsegmente: Draufsicht auf die Hornhaut

     
   
   
 

Intrastromale corneale Ringsegmente (ICRS)

Die ICRS finden seit 1996 Anwendung. Nach dem Hersteller werden sie auch KeraVision-Ring genannt. Es handelt sich um zwei kleine Ringsegmente, die zusammen einen Innendurchmesser von 6,7 mm haben. Die durchsichtigen Kunststoffsegmente bestehen aus PMMA (Polymethylmetacrylat), einem Material, das seit ca. 30 Jahren als Linsenersatz beim "Grauen Star" implantiert wird.

Die Operation erfordert einen erfahrenen Augenchirurgen.
Sie wird bei örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt und dauert ca. 15 bis 20 Minuten: Mit einem speziellen Diamantmesser wird ein kleiner, etwa 1,8 mm langer und ca. 0,4 mm tiefer Schnitt in die periphere Hornhaut gelegt. Durch die Öffnung werden mit einem sichelförmigen Spezialinstrument zwei halbkreisförmige Kanäle präpariert.
Alternativ kann dafür auch der Femtosekundenlaser verwendet werden. Er arbeitet berührungsfrei und hochpräzise.

Nun wird der zweiteilige Kunststoffring (jedes der zwei halbrunden Plastikstücke hat eine Bogenlänge von 150°) in diese Kanäle am Rand der Hornhaut geschoben. Dadurch wird die zentrale Hornhaut abgeflacht und der Brechungsfehler korrigiert. Je nach Ringstärke kann somit eine Kurzsichtigkeit zwischen - 1 dpt. und - 4 dpt. korrigiert werden.

Die Refraktionsänderung tritt bei den meisten Patienten innerhalb weniger Tage ein. In den ersten drei Monaten kann es heilungsbedingt zu Sehschwankungen kommen, die im Laufe der Zeit abnehmen. Wenn das Behandlungsziel nicht erreicht wird, können die Ringe wieder entfernt oder durch andere ersetzt werden.