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Torische Intraokularlinsen (ICL und Verisyse)
Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Kunstlinsen sind die sogenannten
"torischen Linsen". Sie kommen bei Sehfehlern von mehr als -10
dpt. bzw. über +3 dpt. und gleichzeitigem Vorliegen einer Hornhautverkrümmung
zum Einsatz. Sie haben den Vorteil, dass ein zweiter Eingriff - wie die
LASIK beim Bioptics-Verfahren - nicht
mehr nötig ist. Seit November 2001 werden solche Implantate eingesetzt.
Bei torischen Linsenimplantaten gibt es sehr viel mehr mögliche
Korrekturwerte als bei "Standard"-Linsen. Da es nicht sinnvoll
und rentabel ist, Lagerlinsen zu produzieren, werden torische Implantate
für jeden Patienten individuell produziert und geliefert. Der Herstellungsprozess
ist sehr aufwendig und es erfolgen strenge Qualitätskontrollen. Daher
kann es u.U. zu Wartezeiten von mehreren Wochen kommen.
Auch die Operation verlangt besondere Vorbereitungen und zusätzliche
Vermessungen: Für die Korrektur der Hornhautverkrümmung ist
neben der Dioptrienzahl auch die Achse - und somit die Lage der Linse
im Auge - von Bedeutung. Daher muss sichergestellt werden, dass sich die
implantierte Linse im Auge nicht dreht und die einmal richtig erzielte
Achslage dauerhaft erhalten bleibt. Die individuell gefertigten Linsen
werden vom Hersteller mit einem Implantationsschema zur genauen Positionierung
geliefert.
Wir sind stolz auf unsere erzielten Ergebnisse, die mit hoher Genauigkeit
mit den Berechnungen übereinstimmen. Von den an unserer Klinik implantierten
torischen ICL liegen zwei Drittel der Patienten postoperativ innerhalb
von ± 0,5 sphärischen Dioptrien, alle innerhalb von ±
0,75 Dioptrien. Im Bezug auf die Zylinderkorrektur liegen 85 Prozent innerhalb
von einer halben Dioptrie Zylinder, alle innerhalb von einer Zylinderdioptrie.
Die maximale Achsenabweichung beträgt 10° von der Berechnung.
Innerhalb der ersten drei Monate nach der Operation hat bei keinem der
Patienten, die diese Marke erreicht haben, eine messbare Verdrehung der
Linse stattgefunden.
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